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Lauf-Challenge der Fußballer und Handballer

Wer sind jetzt die besseren Läufer - die Fußballer oder die Handballer des SC Greven 09? Diese Frage wollen 16 Mannschaften beider Lager in den kommenden Wochen beantworten.

Not macht erfinderisch. Weil der Spielbetrieb schon seit mehreren Monaten ruht und es wohl noch eine Weile dauern wird, bis wieder zwei Mannschaften auf dem Spielfeld um Tore und Punkte kämpfen dürfen, haben die Handballerinnen und die Fußballer des SC Greven 09 jetzt eine gemeinsame Aktion gestartet – bei der sie mit dem gebotenen Abstand, aber dennoch gemeinsam mit ihren Teamkollegen und sogar abteilungsübergreifend aktiv werden. Sie schnüren die Schuhe, sammeln Kilometer und ermitteln dadurch die lauffreudigste Mannschaft des Vereins.

Auf die Beine gestellt hat die Laufchallenge, die sich über den gesamten Februar erstreckt, ein vierköpfiges Team: Luisa Lamboury und Till Kösters, beide Beisitzer im 09-Vorstand, sie außerdem Seniorenwartin der 09-Handballer und er Betreuer der Bezirksliga-Fußballer, sowie FSJler Jeremy Bohmert und sein Vorgänger Louis Hinterding.

Mit der Idee, die aus dem Gesamtvorstand kam, haben sie offenbar einen Nerv getroffen. Dass sich 16 Teams mit weit über 200 Läufern angemeldet haben, spricht jedenfalls für sich. „Wir sind viele“, bringt es Luisa Lamboury auf den Punkt.

Bei den Fußballern, die zehn Mannschaften stellen, treten die Alten Herren, die Senioren und die Junioren bis zur C-Jugend an, auch die integrative Mannschaft ist mit von der Partie. Bei den Handballerinnen mit sechs Mannschaften geht das Teilnehmerfeld runter bis zur D1-Jugend. „Sogar die Kleinen machen mit“, freut sich die Seniorenwartin.

Was die Sportler motiviert, durch die eisige Februar-Kälte zu rennen? „Joggen ist zwar ein Einzelsport, aber bei der Laufchallenge ist auch der Teamgeist gefragt“, nennt Jeremy Bohmert einen Punkt. „Und uns fehlt es total, zusammen auf ein Ziel hinzuarbeiten“, ergänzt Luisa Lamboury.

Fast alle Mannschaften haben in der Zeit des Lockdowns ein Ersatzprogramm – mit Laufplan und/oder Training per Zoom-Konferenz, wie die Landesliga-Handballerinnen einmal in der Woche. Aber etwas Entscheidendes fehlt, nämlich der Wettbewerb. Wer aktiver Sportler ist oder es mal war, der weiß, dass dieses Kribbeln nicht so einfach verschwindet. „Alle sehnen sich wieder nach einem Wettkampf“, bestätigt Jeremy Bohmert, der für die A-Jugend-Fußballer fleißig Kilometer sammeln will. Da bräuchte es fast schon keinen weiteren Anreiz, aber den gibt es dennoch: Für alle Teams gibt es einen Zuschuss zur Mannschaftskasse. Wie hoch er ausfällt, entscheidet die Laufleistung.

Die wird über die „Runtastic“-App gemessen, mit der jeder Teilnehmer seine gelaufenen Kilometer erfassen kann. Um eine Rangliste zu erstellen, werden Durchschnittswerte errechnet, die gesammelte Kilometerzahl eines Teams durch die Zahl der Läufer geteilt. „Das ist für alle fair – und jeder Kilometer zählt“, betont Luisa Lamboury, die selbst mit den Landesliga-Handballerinnen antritt. „Wir sind alle hoch motiviert und der Ehrgeiz ist groß“, berichtet sie.

Grundsätzlich soll das kein Spaziergang werden, in Ausnahmefällen ist ein solcher aber durchaus erlaubt. Das betrifft zum einen die integrative Mannschaft. Erschwert die Behinderung das Joggen, darf es auch gemächlicher zugehen. Genau wie bei den frischgebackenen Müttern unter den Handballerinnen.

Um die Läufer über den Zeitraum von vier Wochen immer wieder einen Ansporn zu geben, geben Handball- und Fußball-Abteilung auf ihren Social-Media-Seiten regelmäßig Zwischenstände durch.

„Ich bin mir sicher, dass es ein paar Überraschungen geben wird“, sagt Luisa Lamboury und schnürt ihre Laufschuhe bereits für den nächsten Lauf.

 

erstellt von Bernd Kuck am: 05.02.2021 Quelle: Westfälische Nachrichten

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