News vom SC Greven 09

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Tore satt in Ibbenbüren

Andreas Sommer hatte schon vor der Partie gegen Arminia Ibbenbüren Sorgenfalten auf der Stirn. Einige Ausfälle und eine schwache Trainingsbeteiltigung waren schlechte Vorzeichen für den Auftritt in Ibbenbüren. Herting weilte im Urlaub, Kraus hat wieder Probleme mit den Bändern, Glanemann ist schon länger verletzt und Brüning war auch nicht einsatzbereit. Dazu kamen noch einige angeschlagene Spieler. So musste der Trainer auf andere setzten und brachte eine durchgewürfelte Mannschaft auf den Platz. Mit nur einem Etatmäßigen Außenverteidiger angereist, rückte Mennemeyer auf Außen und Jaspert kam ins Abwehrzentrum. Davor brachte Sommer Dominic Wessels und Simon Herkt. Offensiv gab es aber mit Lakenbrink, Fechtel, Kücükosman und Kriwet Stabilität.

Trotz der neuen Elf kamen die 09er gut in die Partie. In der neunten Minute wurde Nic Kriwet freigespielt und der traf zu frühen Führung für die Grevener. Auch danach kontrollierte Greven das Spiel ohne zu großen Chancen zu kommen. Arminia Ibbenbüren war nur sporadisch in der Partie. Bis zur 28. Minute! Da kam Daniel Kitroachat und nagelte mit links, aus gut 30 Metern, den Ball in den Giebel. Ausgleich, irgendwie aus dem nichts. Was dann passierte, war nicht vorherzusehen. Arminia plötzlich mit großen Selbstbewusstsein und die 09er völlig von der Rolle. Flanke von links in der 31., Gestocher im Zentrum und Domenik Breuer macht ihn irgendwie rein. Ibbenbüren dreht innerhalb von drei Minuten die Partie. Ibbenbüren blieb weiter am Drücker und spielte sich Chancen raus. Und wieder war es Breuer der in der 39. Minute eine nutzte. Plötzlich 3:1 für die Heimmannschaft. Sommers Sorgenfalten wurden größer. Bis zur Halbzeit konnten sich die Grevener fangen und sogar noch den Anschlusstreffer erzielen. Fechtel im 16er gelegt, Kücükosman sicher vom Punkt. 2:3 zu Pause aus Sicht der Grevener. Erstmal durchatmen für beide Teams und die Zuschauer.

Halbzeit zwei beginnt ähnlich wie die Erste. Greven wieder am Drücker, wollen den Ausgleich. Der war in der 51. Minute dann auch fällig. Lakenbrink schlenzt den Ball in die lange Ecke. Alles wieder auf null gesetzt. 09 bleibt stärker, setzt in der 62. Kriwet wieder in Szene, der den Doppelpack schnürt und 09 zurück in Führung bringt. 4:3, verrückte Partie! Ein paar Minuten später kriegen die Grevener den Ball nicht aus dem Strafraum und Jaspert foult. Auch die Arminen bekommen ein Strafstoß. Marcel Walsch mit der Chance zum Ausgleich. Er läuft an, schießt und Dömer lenkt den Ball mit einem Monsterreflex an die Latte. Jubel bei den Grevenern, der abrupt beendet wurde. Schiedsrichter Eduard Schäfer pfiff es zurück, sah Dömer die Linie verlassen und ließ den Elfmeter wiederholen. Eine zweifelhafte Entscheidung. Zu dem Zeitpunkt verstanden die 09er die Welt nicht mehr. Selbst Arminias Trainer Hubi Ahmann sagte Heimspiel-online später, dass er ihn nicht wiederholt hätte. Alle Diskussionen brachten aber nix. Wieder hieß das Duell Dömer gegen Walsch und diesmal siegte Walsch. 4:4! Als ob die Teams zu viel Dortmund-Augsburg geguckt haben. In den letzten zwanzig Minuten gingen die Nullneuner auf den Sieg, waren aber verunsichert und konnten sich nur wenige Chancen erspielen, die nichts mehr einbrachten. Ibbenbüren probierte es in der Schlussphase mit Kontern, konnte aber auch nichts zählbares mehr rausspielen. Damit endete die Partie mit 4:4, dem Spielverlauf zu urteilen im Großen und Ganzen auch in Ordnung. Auch wenn die Grevener spielerisch besser waren, hat sich Ibbenbüren den Punkt, durch Kampf und einer richtig starken Phase in Halbzeit eins, verdient.

Durch die Partie büßt die Sommerelf zwei weitere Punkte auf Burgsteinfurt ein, die jetzt sechs Punkt vor 09 auf dem Ersten Tabellenrang stehen. Nächste Woche kann 09 dann auf drei wieder rankommen, denn Burgsteinfurt hat Spielfrei. Auch Wilmsberg überholt Greven, haben aber auch eine Partie mehr absolviert. Hinter den Grevenern ist Arminia Ibbenbüren übrigens Vierter. Der neue Tabellendritte hat aber nächste Woche im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten BW Aasee die Chance, nach zwei Unentschieden, wieder zu siegen und drei Punkte zu holen. Anstoß in der DW-Werbung Arena ist wie gewohnt um 15:00 Uhr.

Doppelt erfolgreich in Ibbenbüren: Nic Kriwet

 

erstellt von Nicolas Hölscher am: 08.10.2018

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